Clash 100 V3 oder Pro: schneller bereit oder stabiler im Return?
Vor dem Pro-Schriftzug kommt eine andere Frage: Warum bleibt der Return kurz? Vergleiche die Modelle mit 295 und 305 g vom Treffpunkt bis zur Vorbereitung auf den nächsten Ball.

Clash 100 V3 und 100 Pro V3 haben beide einen 100-Quadratzoll-Kopf und laut Hersteller unbespannt eine Balance von 31 cm. Im Laden können sie sich ähnlich ausbalanciert anfühlen, auf dem Platz aber Unterschiedliches verlangen. Wer den Return wegen später Vorbereitung nur über das Netz schiebt, hat ein anderes Ausgangsproblem als jemand, dessen rechtzeitig bereitstehender Schläger beim Kontakt nachgibt.
Für den ersten Spieler bietet der 100 einen Ansatz, mehr Beweglichkeit zu gewinnen. Für den zweiten lohnt sich der Vergleich mit Masse und Trägheit des Pro. Die Entscheidung endet jedoch nicht am Treffpunkt: Ein längerer erster Volley hilft weniger, wenn der schwerere Schläger beim nächsten tiefen Ball noch nicht bereit ist. Baue den Test deshalb um zwei aufeinanderfolgende Schläge auf, nicht um den einen besonders sauberen Treffer, der im Gedächtnis bleibt.
Gleiche Balance, andere Trägheit und anderes Saitenbild
Wilson gibt den 100 unbespannt mit 295 g und den Pro mit 305 g an. Die Saitenbilder lauten 16×19 beziehungsweise 16×20. Die Differenz von 10 g bezieht sich auf nominale Rahmenwerte ohne Besaitung. Auf der Waage trägt ein Testschläger zusätzlich Saite, Griffausstattung und gegebenenfalls einen Dämpfer. Gleiche diese Bedingungen möglichst an, bevor du jeden gefühlten Unterschied dem Modell zuschreibst.
Tennis Warehouse führt in seinen Modelltests den besaiteten 100 mit 312 g und einem Swingweight von 308 auf, den Pro mit 323 g und 327. Wilson nennt für die besaiteten Schläger 310 g beziehungsweise 320 g. Die Tabelle trennt beide Quellen. Ist die Handhabung kaufentscheidend, sind Messungen von Masse, Balance und Swingweight am tatsächlich vorgesehenen besaiteten Exemplar hilfreicher als die Annahme, jede Einheit entspreche exakt einem Referenzwert.
| Merkmal und Quelle | Clash 100 V3 | Clash 100 Pro V3 |
|---|---|---|
| Wilson: Kopfgröße / Saitenbild | 100 in² / 16×19 | 100 in² / 16×20 |
| Wilson: Masse / Balance unbespannt | 295 g / 31 cm | 305 g / 31 cm |
| Wilson: Masse besaitet | 310 g | 320 g |
| TW: Masse / Balance besaitet | 312 g / 31,98 cm | 323 g / 31,98 cm |
| TW: Swingweight / Steifigkeitsreferenz | 308 / RA 54 | 327 / RA 57 |
| TW: Länge / konstante Rahmenbreite | 27 Zoll / 24,5 mm | 27 Zoll / 24,5 mm |
Die Balance bezeichnet die Lage des Schwerpunkts; das Swingweight beschreibt den Widerstand gegen eine Änderung der Drehbewegung. Tennis Warehouse University erklärt den Zielkonflikt: Bei gleicher Kraft lässt sich ein höheres Swingweight weniger leicht beschleunigen. Gleichzeitig verändert auch der ankommende Ball die Schlägerbewegung weniger leicht. Eine ähnliche Balance in der Hand kann daher mit unterschiedlichen Anforderungen beim Vorbereiten und beim Aufprall einhergehen.
RA 54 und 57 sind in diesen Veröffentlichungen angegebene Referenzwerte für die Rahmensteifigkeit. Betrachte daneben die tatsächlich aufgezogene Saite. Eine ungewohnt feste Besaitung kann den Eindruck eines Tests bestimmen, der eigentlich Rahmen vergleichen soll. Wenn dir ein angenehmer Kontakt wichtig ist, bitte um eine Ausstattung, die deiner bewährten Kombination möglichst nahekommt.
Der Pro ist interessant, wenn die Vorbereitung bereits steht
Um die zusätzliche Masse des Pro zu nutzen, muss der Schläger zunächst zum Ball kommen. Er ist ein plausibler Kandidat, wenn ein kompakter Return oder ein vorbereiteter erster Volley gegen Tempo wiederholt zu kurz bleibt. Ziehst du den Schläger nach dem Erkennen der Richtung noch mühsam in Position, hat die Handhabung Vorrang. Eine verlässliche Vorbereitung und ein klarer Treffpunkt mit dem 100 schaffen eine brauchbare Vergleichsbasis.
Tennis-Warehouse-Tester Jason mochte die schnelle Handhabung des 100, empfand ihn bei harten Aufschlägen aber als nachgiebig. Beim Pro gefiel Chris das frühe Umlenken von Returns; Troy wünschte sich trotzdem noch mehr Masse. Nutze diese unterschiedlichen Erfahrungen dazu, passende Situationen für den eigenen Test auszuwählen.
| Wiederkehrende Situation | Erster Kandidat | Vergleichsziel | Wann die Alternative passt |
|---|---|---|---|
| Späte Vorbereitung gegen Tempo | 100 V3 | Mehr Spielraum beim Handling | Pro, wenn rechtzeitiger Kontakt weiter nachgibt |
| Vorbereiteter Return oder Volley bleibt kurz | 100 Pro V3 | Reaktion beim Aufprall | 100, wenn der Folgeschlag zu spät kommt |
| 100 passt bis auf einzelne Kontakte | 100 behalten, kleine Gewichtszugabe | Gute Eigenschaften erhalten | Pro bei Schwächen in vielen Situationen |
| Länge bei flachen Angriffen schwer zu dosieren | Beide mit vergleichbaren Saiten | Masse und Saitenbild zusammen erleben | Andere Baureihe, wenn beide nicht intuitiv passen |
| Aufschläge oder hohe Volleys werden spät in der Einheit mühsam | 100 V3 oder bisheriger Schläger | Wiederholbare Bewegung | Pro, wenn er auch später gut beherrschbar bleibt |
Angenehme Ballwechsel mit dem 100 sind ein guter Anfang. Ergänze jedoch das Tempo und die Platzierungen, die in deinen Matches vorkommen. Ein langsamer Cross-Ballwechsel und ein schneller Aufschlag auf den Körper stellen andere Aufgaben. Ebenso ist die Vorliebe eines Partners für schwere Schläger kein überzeugender Grund, einen 100 aufzugeben, mit dem dir mehrere Schläge hintereinander gelingen.
Trenne die Umstände, unter denen der Ball kurz landet. Warst du spät, lag der Treffpunkt seitlich versetzt, oder fehlte auch einem rechtzeitig mittig getroffenen Ball die Länge? Die ersten beiden Fälle können sich durch Beinarbeit und Vorbereitung verändern. Wiederkehrende Längenprobleme im dritten Fall geben einen klareren Anlass zum Rahmenvergleich. Beurteile den Kontakt, der das Ergebnis erzeugt, ebenso wie den Landepunkt.
Vor dem Urteil über 16×20 die Besaitungen angleichen
Der Pro hat eine zusätzliche Quersaite. Aus der Bezeichnung des Saitenbilds allein lässt sich kein konkreter Unterschied im Abflugwinkel oder Spin berechnen. Material, Durchmesser, Besaitungshärte und bisherige Spielzeit beeinflussen den Vergleich ebenfalls. Starte mit demselben Saitenmodell und Durchmesser, möglichst zu ähnlichen Zeitpunkten aufgezogen. So lässt sich der Anteil des Rahmens leichter einordnen.
Eine bereits geschätzte Saite ist die bessere Ausgangsreferenz. Wer mit dem Rahmen gleichzeitig auf eine neue Polyestersaite wechselt, kann einen enttäuschenden Nachmittag schwerer erklären. Spieler, die selten Saiten reißen, können mit ihrer vertrauten Multifilament-Besaitung vergleichen. Ist die aktuelle Saite beschädigt oder spielt sich nicht mehr zufriedenstellend, kläre das getrennt, bevor du sie einer frisch besaiteten Testschläger gegenüberstellst.

Stimme die erste Besaitungshärte mit dem Besaiter innerhalb der Vorgaben des konkreten Modells ab. Nenne den vollständigen V3-Modellnamen, Saite, Durchmesser, gewünschte Härte und eine frühere Kombination, die funktioniert hat. Suche danach ein wiederkehrendes Flugkurven- oder Längenproblem, bevor du eine einzelne Variable änderst. Material, Durchmesser und Härte gleichzeitig zu wechseln beseitigt die gerade geschaffene Referenz.
Wilson beschreibt das Click-and-Go-System für Kopfschutz und Ösenband des V3 als leichter austauschbar. Im Alltag zählt vor allem, ob das passende Ersatzteil erhältlich ist. Gib bei der Nachfrage Generation und Modell an, auch wenn zwei Schläger dieselbe Farbe oder den Clash-Schriftzug tragen. Beschädigte Saitenösen und Schutzteile sollte sich der Besaiter vor der nächsten Besaitung ansehen.
Etwas Zusatzgewicht am 100 eröffnet eine weitere Option
Passt der Bewegungsrhythmus des 100 und wirkt nur ein bestimmter Kontakt instabil, lohnt vor dem Pro-Kauf ein Vergleich mit kleinen, entfernbaren Gewichtszugaben. Masse am Kopf erhöht zugleich die Rotationsanforderung. Halte die erste Änderung reversibel und prüfe neben Returns auch Aufschläge und aufeinanderfolgende Volleys. Position und Menge richten sich nach dem tatsächlichen Rahmen und dem konkreten Problem.
Ein auf 305 g unbespannt gebrachter 100 wird dadurch nicht zum Pro. Die Masse kann anders verteilt sein, und das Saitenbild bleibt 16×19. Gewicht am Griff zur Balanceverschiebung ist zudem eine andere Maßnahme als Gewicht am Kopf. Eine schwierige Situation zu verbessern und dabei die Stärken des 100 zu erhalten ist ein klareres Ziel als eine Zahl, die nach Pro aussieht.

Ein stabilerer Return kostet etwas, wenn dieselbe Änderung den Schwung beim zweiten Aufschlag verlangsamt. Beziehe den ganzen Spielablauf ein. Umgekehrt spricht ein kleiner Zusatz, der einen schwierigen Volley beruhigt und den übrigen Rhythmus erhält, für den bisherigen Rahmen. Wer lieber eine Serienausstattung spielt, statt schrittweise anzupassen, findet im Pro-Test die einfachere Vergleichsmöglichkeit.
Zum Abschluss Aufschlag und Folgeschlag verbinden
Beginne auf deinem üblichen Platz mit vertrauten Bällen. Bitte nach dem Einspielen denselben Partner, erste und zweite Aufschläge zu mischen. Returniere mit beiden Schlägern in dieselbe großzügige Zielzone und spiele den nächsten Ball weiter. Dieser vorgeschlagene Vergleich macht späte Vorbereitung und Instabilität beim Kontakt unterscheidbar. Wechsle im nächsten Abschnitt die Reihenfolge, damit nicht immer derselbe Schläger die frischesten Minuten bekommt.
Verbinde im Doppel einen ersten Volley mit einem tieferen zweiten Volley. Im Einzel folgt auf den Aufschlag ein Grundschlag mit seitlichem Laufweg. Entscheidend ist, ob die Reaktion des Pro beim ersten Aufprall mit guter Vorbereitung auf den nächsten vereinbar bleibt. Taucht dein Problem normalerweise spät im Match auf, wiederhole die Aufgabe im späteren Teil des Tests nach deinem üblichen Spielpensum.
Notiere anschließend das wiederkehrende Problem jedes Kandidaten und wie gut du für den Folgeschlag bereit warst. Rechtzeitige Kontakte, die mit dem 100 kurz bleiben und mit dem Pro besser werden, sprechen für die schwerere Option. Häufen sich späte Vorbereitungen zum Ende des Pro-Tests, spricht das für den 100. Diese Trennung macht auch spätere Saiten- oder Gewichtsänderungen konkreter.
Wilsons offizielles Video stellt die V3-Familie vor und ergänzt das ältere V2-Foto als optische Referenz. Nenne beim Vereinbaren des Tests beide vollständigen Modellnamen und bitte um vergleichbare Besaitungen. Spiele mit jedem Kandidaten den Return, dem du am häufigsten begegnest, und danach den nächsten Ball. So muss sich der Pro-Schriftzug an einer konkreten Aufgabe bewähren.
Quellen und weiterführende Informationen
TENNIS TENSION LAB
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