Ripcord oder Ripstick 100: eine Quersaite mehr, andere Ösen, direkteres Gefühl?
Gleiche veröffentlichte Masse mit Besaitung, aber andere Balance, Queranzahl und Ösen: Entscheidend ist, bei welchem Schlag die Rückmeldung besser passt.

Der Prince Ripcord 100 300g von 2025 hat 16 Längs- und 19 Quersaiten. Beim entsprechenden Ripstick 100 300g sind es 16 Längs- und 18 Quersaiten, ergänzt durch große O-Ports rund um die Schlagfläche. Der Ripcord verwendet klassische Ösen. Damit ändern sich zwischen den ähnlich benannten Modellen sowohl die Führung der Saiten am Rahmen als auch die Anzahl der Quersaiten.
Die am 18. Oktober 2026 geprüften Produktseiten führen beide mit 100 Quadratzoll, 27 Zoll Länge und 318 g besaitetem Gewicht. Die angegebenen Balancepunkte liegen bei 32,38 cm für Ripcord und 33,02 cm für Ripstick. Aus diesen Angaben ergibt sich eine Differenz von 6,4 mm. Beim Ripstick liegt der veröffentlichte Balancepunkt weiter vom Griffende entfernt, obwohl das besaitete Gewicht gleich angegeben wird.
Die Daten dem richtigen Modell zuordnen
| Veröffentlichte Angabe | Ripcord 100 300g | Ripstick 100 300g |
|---|---|---|
| Schlagfläche und Länge | 100 in²; 27 in | 100 in²; 27 in |
| Gewicht besaitet | 318 g | 318 g |
| Balance besaitet | 32,38 cm | 33,02 cm |
| Saitenbild | 16×19 | 16×18 |
| Rahmenprofil | 27–25–22 mm | 27–25,5–22 mm |
| Swingweight | 322 | 326 |
| Steifigkeit | RA 68 | RA 67 |
Die 300g-Bezeichnung im Modellnamen und die 318 g mit Besaitung betreffen verschiedene Ausstattungszustände. Übernimm diese Kennzeichnung in deine Kaufnotiz. Für zwei konkrete Exemplare kann der Händler Gewicht und Balance im gleichen Zustand messen, mit dokumentierter Besaitung und Zubehör. So bleibt die allgemeine Produktangabe vom tatsächlich gekauften Schläger getrennt. Besonders bei einem zweiten Exemplar hilft diese genaue Zuordnung.
Im Ripcord-Review steckt ein Widerspruch: Der Text beschreibt mehrfach 16×19 mit klassischen Ösen, die technische Tabelle am Ende nennt dagegen 16×18, 27–25,5–22 mm und Swingweight 326. Diese Werte passen zur Ripstick-Produktseite. Für den Ripcord verwenden wir deshalb dessen eigene Produktseite, bestätigt durch Prince Taiwan. Das Review liefert die zugeordneten Spieleindrücke. Seine widersprüchliche Tabelle wird nicht als Ripcord-Spezifikation übernommen.
Die veröffentlichten Swingweights liegen vier Einheiten auseinander, die Steifigkeiten einen RA-Punkt. Es sind Produktangaben und keine Messreihe dieser Redaktion. Auch das Review vergleicht vollständige Schläger und isoliert weder die einzelne zusätzliche Quersaite noch die Ösen. Die Tabelle zeigt, welche Merkmale wechseln; die Beobachtungen helfen, passende Schläge für die eigene Auswahl zu bestimmen.
Welche Rückmeldung die Rezensenten beschreiben
Im Ripcord-Review von Tennis Warehouse Europe aus Juli 2025 berichten Jason und Brittany über mehr Kontrolle gegenüber dem Ripstick. Brittany ordnet Power, Spin und Manövrierbarkeit ähnlich ein, bevorzugt aber die direktere Rückmeldung der klassischen Ösen. Ihr Urteil betrifft somit besonders das Vertrauen in Kontakt und Platzierung. Daraus folgt eine konkrete Frage an den eigenen Bedarf: Wird vor allem eine klarere Rückmeldung gesucht?
Tiffani bevorzugt ebenfalls das Gefühl der klassischen Ösen und beschreibt beim Ripcord leichter verfügbare Aufschlagpower. Gerade bei einem als kraftvoll vermarkteten Vergleichsmodell ist diese Beobachtung hilfreich. Produktpositionierung und die Fähigkeit einer bestimmten Spielerin, einen Aufschlag zu erzeugen, sind verschiedene Informationen. Ihr Eindruck gehört deshalb ausdrücklich zum Aufschlag und zu ihrer persönlichen Erfahrung mit den beiden Rahmen.
Oak ergänzt eine andere Perspektive. Am Netz wünscht er sich mehr Einsinken des Balls, beim Return eine präzisere Richtung. Die Länge seiner Returns beschreibt er als zuverlässig, zugleich verzeichnet er häufiger seitliche Fehler. Tiefe und seitliche Genauigkeit sind getrennte Ergebnisse. Wer hauptsächlich an zu breiten Returns arbeitet, kann aus diesem Detail mehr ziehen als aus einer allgemeinen guten Kontrollbewertung.
Die Rückmeldungen ergeben drei brauchbare Fragen: Fühlt sich der Kontakt klarer an, gelingt der Aufschlag leichter und bleibt der Return im gewählten Korridor? Ordne die eigene Schwierigkeit zuerst einem Schlag zu. Ein Spieler, der bessere Länge von der Grundlinie sucht, bewertet andere Beobachtungen als jemand, der bei schneller gegnerischer Eröffnung seitlich verzieht. So wird aus mehreren Meinungen eine gezielte Auswahlhilfe.

Die Kaufentscheidung an konkreten Schlägen festmachen
Reserviere ausdrücklich die 2025er-Versionen mit der 300g-Modellbezeichnung. Prince Taiwan bietet beim Ripcord weitere Gewichtsoptionen an, und im Handel erscheinen ältere Ripstick-Generationen. Notiere Modell, Jahr und Ausführung sowie Saitenmodell, Durchmesser und Installation der Vorführschläger. Mit diesen Angaben lässt sich eine Vorliebe später zusammen mit dem Händler nachvollziehen, statt unterschiedliche Ausstattungen versehentlich als reine Rahmenwirkung zu lesen.
- Beim Return einen Cross-Korridor wählen und seitliche Fehler getrennt von zu langen Bällen zählen. Damit wird Oaks Unterschied zwischen Richtung und Tiefe unmittelbar greifbar.
- Beim Aufschlag Ziel und beabsichtigten Aufwand ähnlich halten. Notieren, mit welcher Rückmeldung sich die Platzierung wiederholen lässt.
- Am Netz sowohl einen festen Umlenkvolley als auch einen kurzen gefühlvollen Ball spielen. Kontaktgefühl und Landepunkt getrennt beschreiben.
- Für jeden Rahmen eine bevorzugte Reaktion und eine nötige Anpassung aufschreiben. Ein konkreter Schlag macht die Notiz aussagekräftiger.
Das ergänzende Video von Tennis Warehouse zeigt den Ripstick von 2025 in der Review-Präsentation des Händlers. Es hilft, das besprochene Produkt näher zu betrachten. Der Herausgeber verkauft selbst Schläger; diese Perspektive gehört zur Einordnung. Die Spezifikationen in diesem Beitrag stammen weiterhin aus den geprüften Produktseiten. Für Ersatzösen und Besaitungsarbeiten sollte der Betrieb immer den vollständigen Modellnamen und das Muster erhalten.
Der Ripcord bietet die klassische Ösenführung mit 16×19 und jene direktere Rückmeldung, die mehrere Rezensenten bevorzugten. Der Ripstick verbindet O-Ports mit 16×18 und einer weiter zum Kopf liegenden angegebenen Balance bei gleicher besaiteter Masse. Die Entscheidung wird greifbar, wenn sie einen Schlag benennt: Returnrichtung, Aufschlag oder Gefühl am Netz. Genau dort lassen sich die veröffentlichten Unterschiede mit dem eigenen Bedarf verbinden.
Quellen und weiterführende Informationen
- Tennis Warehouse Europe — Prince Ripcord 300g Racket - Tennis Warehouse Europe
- Prince Taiwan — TXTZ Ripcord 100 2025 Demo — Prince Taiwan product specifications
- Tennis Warehouse Europe — Prince Ripcord 100 300g Racquet Review
- Tennis Warehouse Europe — Prince Ripstick 100 (300g) Racket - Tennis Warehouse Europe
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